Helligkeit von Iridium-Flares

Scheinbare Helligkeit

Die scheinbare Helligkeit gibt an wie hell ein Objekt im Weltall für den Beobachter auf der Erde erscheint. Wichtig ist, dass die scheinbare Helligkeit nicht die tatsächliche Helligkeit des Objektes ist. Die scheinbare Helligkeit wird in der Einheit Magnitude [mag] angegeben. Hierbei gilt: Je kleiner die Magnitude, desto heller das Objekt. Also ist ein Objekt der Helligkeit 1 mag dunkler als ein Objekt mit -2 mag.

Somit ist es relativ einfach die Helligkeit eines Iridium-Flares abzuschätzen.
Iridium-Flares mit einer Helligkeit bis -3 mag können gut mit der Kamera aufgenommen werden. Aber wenn man sie mit bloßem Auge beobachtet, dann sollte man nicht zu viel erwarten. Ab einer Größenklasse von -4 mag lohnt es sich für einen Lichtblitz aus dem Haus zu gehen. Besonders beeindruckend sind Flares mit einer Größenklasse von -7 bis -8 mag. Diese Satelliten blenden den Beobachter. Bei Neumond können sie sogar Schatten werfen.

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Helligkeitsklassen der einzelnen Objekte welche wir am Nachthimmel beobachten können. Sie dient zur Abschätzung der Helligkeit von Iridium-Flares.

Objekt Art scheinbare Helligkeit
Neptun Planet 7,8 mag
Polarstern Stern 2 mag
Wega Stern 0 mag
Sirius hellster Stern -1.5 mag
Jupiter Planet -2.9 mag
Venus hellster Planet -4.6 mag
Internationale Raumstation (ISS) künstlicher Satellit -5 mag
Iridium-Flare künstlicher Satellit -8 mag
Vollmond Satellit -12.7 mag
Sonne Stern -26.7 mag
 
 
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